B21F6BB4-1C5E-4341-9402-72115F03EA26 09. Oktober 2019

3 Fragen an Theresa Lotichius, Abteilungsleiterin für digitale Bürgerbeteiligung der wer denkt was GmbH

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  • Responsive Spaces
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  • Interview
Im Rahmen des Symposiums "Wir, die Stadt", stellen wir einige Referenten über unseren Blog vor und lassen sie im Vorfeld drei Fragen zur Thematik Smart City beantworten.

Theresa Lotichius, Abteilungsleiterin für digitale Bürgerbeteiligung der Darmstädter wer denkt was GmbH. Sie berät und unterstützt Kommunen bei digitalen Bürgerbeteiligungsverfahren: Digitale Bürgerbeteiligung ist kein Allheilmittel und keine Wunderwaffe, sondern eine Ergänzung zu Partizipationsformaten vor Ort und damit einer von vielen Kanälen.

Wann ist eine Stadt für Sie „smart“?

Eine Stadt ist für mich dann smart, wenn sie innovative, vernetzte Technologien nutzt oder deren Nutzung erprobt. Ziel dieser Technologien muss es dabei sein, Prozesse zu optimieren und den Alltagskomfort der Bürgerinnen und Bürger intelligent, effizient und umweltbewusst zu steigern.

Welche Faktoren sind für eine wirksame Bürgerbeteiligung entscheidend?

Alle Beteiligten (Politik, Verwaltung und Bürgerschaft) müssen Verantwortung für ihren Wirkungsbereich übernehmen: Bürgerbeteiligung braucht möglichst frühzeitig Informationen und Transparenz. Die Verwaltung ist dafür zuständig, die relevanten Informationen bürgerfreundlich und verständlich aufzubereiten. Bürgerbeteiligung braucht aber natürlich auch die Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger, deren Aufgabe es ist, die gebotenen Chancen zu nutzen und sich einzubringen. Und schließlich braucht Bürgerbeteiligung auch den Raum für Ergebnisoffenheit. Die Verantwortung der Politik liegt darin, verschiedene Standpunkte und Meinungen zuzulassen und zu berücksichtigen.

Welche Fehler sollte bei der Etablierung tunlichst vermieden werden?

Wenn Spielregeln nicht, nicht in Gänze oder missverständlich kommuniziert werden oder gar während eines Beteiligungsverfahrens "umgeworfen" werden, wird es schwer, das Vertrauen der Beteiligten in die Bürgerbeteiligung auf- bzw. auszubauen. Gerade bei der Etablierung einer Bürgerbeteiligungskultur ist es zentral, die Beteiligungsverfahren professionell zu begleiten oder begleiten zu lassen, um Stimmung und Haltung der Bevölkerungsgruppen aktiv wahrzunehmen. Daher sollten Bürgerbeteiligung "nebenbei" vermieden werden. Stehen die nötigen Ressourcen nicht zur Verfügung, wird auch in der Verwaltung schnell der Unmut groß, wenn plötzlich weitere, zusätzliche Aufgaben hinzukommen.

Eckdaten

Die Veranstaltung richtet sich an: Stadtverwaltungen, Beteiligungsmanager, Unternehmen, Anwaltskanzleien, Kommunikationsagenturen und interessierte Bürgerinnen und Bürger

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Anmeldung:hier klicken

Kosten: Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Veranstaltungsort: Museum für Kommunikation, Schaumainkai 53, 60596 Frankfurt am Main

Veranstalter: Fraunhofer IAO, Stuttgart

Datum: Montag, 25.11.2019